Studie: Internet spielt wichtige Rolle in der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen

Es ist doch immer wieder schön, wenn wissenschaftliche Studien Belege für Dinge liefern, die im Alltag offensichtlich sind. Dieses Mal geht es um die Rolle des Internet für die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen in einer Studie namens „Kids Informal Learning with Digital Media„.

Interessanter Lesestoff per se, aber noch interessanter ist eine der Schlußfolgerungen der Autoren der Studie:

To stay relevant in the 21st century, education institutions need to keep pace with the rapid changes introduced by digital media.

Eine treffliche wenn auch vermutlich in deutschen Landen vergebliche Forderung in Anbetracht der vielen Baustellen in unserem Bildungssystem.

Geradezu unheimlich, weil er einen Gedanken ausdrückt, der mir seit geraumer Zeit immer wieder durch den Kopf geht, liest sich folgender Satz:

Rather than assuming that education is primarily about preparing for jobs and careers, they question what it would mean to think of it as a process guiding youths’ participation in public life more generally.

Nur stellt sich mir die Frage: Was tun, wenn die Erwachsenen mit den neuen Möglichkeiten von Öffentlichkeit für Jedermann selbst überfordert sind? Beispiele dafür finden sich im Web zu Genüge. Die Experimentierfreude mit den Möglichkeiten des Web 2.0 eint im Moment die Generationen. Dabei haben Kinder und Jugendliche vielleicht sogar einen nicht zu übertreffenden Vorteil der Elterngeneration gegenüber: Für sie existiert keine Trennung zwischen „virtuellem Leben“ und „realem Leben“, wie sie in noch vielen erwachsenen Köpfen fest verankert ist.

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