MmS-Referentenschulung zum Thema „Computerspiele“

Das Programm „Medienkompetenz macht Schule“ wurde von der rheinland-pfälzischen Landesregierung entwickelt. Im Mittelpunkt steht die Förderung von Medienkompetenz. Seine konkrete Ausgestaltung findet das Programm unter anderem auch in Hilfestellungen für Eltern. Dazu wurde ein Referentenpool eingerichtet und den teilnehmenden Schulen ein Budget zur Verfügung gestellt, dass für die Veranstaltung von Elterninformationsveranstaltungen mit Referenten aus dem Pool zur Verfügung steht. Alle Referenten des Programms werden gründlich geschult bzw. weitergebildet, um ihrer Aufgabe gerecht werden zu können. Ich hatte das große Vergnügen, in diesem Rahmen gemeinsam mit Frau Sandra Lentz von der Landeszentrale für Medien (LMZ) eine 2-tägige Fortbildungsveranstaltung zum Thema Computerspiele durchzuführen.

Diese Fortbildung war eine nicht zu unterschätzende Herausforderung, denn das Themengebiet ist äußerst facettenreich und von enormem Umfang. Obwohl die Vermittlung von Basiswissen zum Thema im Mittelpunkt der Veranstaltung stand, war das Programm restlos gefüllt und enorm dicht gepackt. Die praktische Erfahrung wurde von uns dabei ebenso hoch gewichtet wie der Erwerb von Hintergrundwissen. In mehreren, nach Schwierigkeitsstufen gestaffelten Praxisphasen konnten die Teilnehmer Computer- und Konsolenspiele am eigenen Leib erleben und im Anschluss reflektieren. Die gängigen Konsolensysteme waren ebenso vertreten wie einschlägige Vertreter der beliebtesten Computerspiel-Genres.

Der theoretische Teil war ähnlich vielseitig: Die Geschichte der Computerspiele, ihre Wirkung, das Phänomen Computerspielsucht und die Kultur rund um Computerspiele waren ebenso Thema wie der (kreative) Umgang mit Ihnen, die Lernchancen, die sie bieten oder ihre Rolle im Zeitalter der Medienkonvergenz. Abgerundet wurde das Programm schließlich durch die Betrachtung der besonderen Herausforderungen, die ein Elterninformationsabend in diesem Themenbereich den Referenten stellt. Zwischenzeitlich wurde immer wieder diskutiert, ebenso wie der kollegiale Erfahrungsaustausch im Abendprogramm gepflegt wurde.

Die Heterogenität der Teilnehmergruppe in Alter und Vorerfahrung war dabei für uns Referenten eine große Herausforderung, die aber andererseits dazu beitrug, die Veranstaltung noch spannender und abwechslungsreicher zu machen. Alles in allem war es eine anstrengende, aber erfolgreiche Fortbildung. Mein Dank gilt an dieser Stelle besonders meiner Kollegin und allen anderen Mitarbeitern des LMZ, die zum Gelingen beigetragen haben.