Open Educational Resources, Metadaten und die Blockchain

Bildung basierte schon immer auf dem Teilen (von Wissen, Erfahrungen, Meinungen, Ideen…). Ironischerweise wird in allen Bildungsbereichen dieser Akt des Teilens häufig durch das geltende Urheberrecht erheblich erschwert. Open Educational Resources (OER) sind deshalb eine vielversprechende Entwicklung für die Bildung im Allgemeinen und Bildungsgerechtigkeit im Besonderen. Als OER werden Bildungsressourcen bezeichnet, die unter einer alternativen Urheberrechtslizenz- hierzulande meist einer CC-Lizenz – veröffentlicht werden. Der Urheber z.B. eines Arbeitsblatts kann „ab Werk“ dem Nutzer, z.B. einem anderen Dozenten oder Trainer, bestimmte Rechte einräumen und gleichzeitig Einfluss darauf nehmen, wie es genutzt wird. So werden UrheberInnen und NutzerInnen gleichermaßen respektiert. Wirklich „offen“, effizient und effektiv sind Open Educational Resources nur dann, wenn dem Verwender/der Verwenderin die Nutzung, Veränderung und Weiterverbreitung der Ressource durch den Urheber erlaubt wird. Nur dann können OER ihr positives Potenzial voll ausspielen (Details zu Open Educational Resources und CC-Lizenzen hier). Jedoch bringen genau diese Möglichkeiten vor allem langfristig einige Herausforderungen mit sich. Weiterlesen

Medienpädagogik muss politischer werden

Die Forderung nach medienpädagogischer Arbeit und medienpädagogischen Angeboten hat sich in den letzten Jahren verstetigt bzw. deutlich vergrößert. Mit der Beschleunigung der medial-technischen Entwicklung und dem Verwischen medialer Grenzen ist medienpädagogische Arbeit in vielerlei Hinsicht wichtiger denn je. Die große Stärke der Medienpädagogik ist zweifelsohne ihr Charakter als Querschnittsdisziplin: Wo die IT fast ausschließlich technisch fokussiert ist nimmt die Medienpädagogik das Soziale in den Blick in dem Bewusstsein, dass technische Entwicklungen vor allem im Sozialen Ihre Bedeutung gewinnen und verändern. Wichtige Erkenntnisse aus Psychologie und Soziologie werden von der Medienpädagogik im Hinblick auf die mediale Wirklichkeit reinterpretiert. Und schließlich sucht Sie nach pragmatischen Antworten auf die alten und neuen Fragen, die sich im Bereich der Pädagogik durch die medial-technische und gesellschaftliche Entwicklung in immer höherer Frequenz zu stellen scheinen: Wie definiert sich Freundschaft im Zeitalter von Social Media? Was bedeutet Privatsphäre im Zuge von Entwicklungen wie Google Glass? Weiterlesen

Die nächste Herausforderung

Ab März diesen Jahres werde ich als Akademischer Mitarbeiter am Institut für Medien in der Bildung an der Pädagogischen Hochschule Freiburg beschäftigt sein. Ich freue mich auf die neue Aufgabe, die neben einer Lehrverpflichtung auch die Möglichkeit beinhaltet, mich im Rahmen einer Dissertation wissenschaftlich weiterzuqualifizieren. Ich werde zwar auch weiterhin ab und an medienpädagogische Elternabende, Workshops oder Fortbildungen gestalten und durchführen, allerdings habe ich vor, dieses Blog vornehmlich zur Dokumentation meines anstehenden Promotionsprojekts zu verwenden.

Ich bedanke mich bei allen Besucher_Innen und wünsche weiterhin viel Spaß beim Lesen!

Heute ist Safer Internet Day

Der diesjährige Safer Internet Day (SID) steht ganz im Zeichen des Themas Datenschutz. Der EU-weite Aktionstag wird in Deutschland von klicksafe koordiniert, dem deutschen Knotenpunkt des europäischen Safer Internet Programme. Anlässlich des SID10 startet klicksafe außerdem die Kampagne „Ich schütze mein Privatleben – auch im Netz“. Damit wird ein lobenswerter und wichtiger Beitrag zum Aufbau von informationellem Selbstbewußtsein bei den Menschen des digitalen Zeitalters geleistet. Doch ist der Datenschutz als zentrale Frage der Digitalisierung ungeeignet, weil zu kurz gedacht.

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